Diakonie – der soziale Dienst der evangelischen Kirchen

Blog

Ministerpräsident Volker Bouffier überreicht Wolfgang Gern den Hessischen Verdienstorden am Bande

Categories: Aktuelles
Kommentare deaktiviert für Ministerpräsident Volker Bouffier überreicht Wolfgang Gern den Hessischen Verdienstorden am Bande

Presseinformation

Frankfurt am Main, 8. Juni 2016

Festakt in der Staatskanzlei –Bouffier: Gern ist ein Streiter und Kämpfer für soziale Gerechtigkeit

Festakt in der Staatskanzlei: Ministerpräsident Volker Bouffier hat heute dem früheren Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Hessen, Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, den Hessischen Verdienstorden am Bande überreicht. Der Hessische Ministerpräsident beschrieb Gern als „einen Streiter und Kämpfer für die soziale Gerechtigkeit –in der Kirche wie auch der Politik.“ In den vergangenen 16 Jahren habe Gern der Diakonie eine starke Stimme gegeben und sich für jene eingesetzt, die in unserer Gesellschaft keine laute Stimme haben. „Dr. Wolfgang Gern ist fachlich versiert, unermüdlich und leidenschaftlich für die Menschen engagiert. Für seine Verdienste gebührt ihm ein herzliches Dankeschön“, sagte Ministerpräsident Bouffier.

Der neue Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen Pfarrer Horst Rühl erinnerte anlässlich der Auszeichnung an „das konstante und nie nachlassende diakonische Eintreten Gerns für das Zusammenwirken von Kirche und Politik. Die Auszeichnung macht deutlich, dass die Wohlfahrtsverbände in unserem Bundesland nach wie vor eine erwünschte und wesentliche Rolle bei der Gestaltung der Sozialpolitik spielen. Hilfe zur Selbsthilfe ist die Grundlage allen Handelns in der Wohlfahrtspflege. Es geht uns doch darum, betroffene Menschen in ihren Notsituationen wahrzunehmen und sie bei der Entfaltung ihrer individuellen Fähigkeiten so zu stärken, dass sie in der Lage sind, eigenverantwortlich ihr Leben zu gestalten. Die Auszeichnung durch den Ministerpräsidenten zeigt, dass der konstruktiv-kritische Dialog zwischen dem Land Hessen und der Diakonie mit einem so profilierten Vertreter sehr geschätzt worden ist. Daran knüpfe ich gerne an. Ich will diese Partnerschaft und diesen Dialog gerne aktiv weitergestalten.“

Zur Person:

Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, geboren in Berlin, war von 2013 bis zu seinem Ruhestand im Mai 2016 Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen. Zuvor war er seit dem Jahr 2000 Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau, das mit dem Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck zur Diakonie Hessen fusionierte. Gern wird sich nun erneut der Entwicklungshilfe widmen, einem Anliegen, das er bereits seit seiner Studienzeit verfolgt hat. Gern war während seiner Studienzeit Flüchtlingshelfer in Laos und Kambodscha. Nach seinem Vikariat in Hirschhorn am Neckar arbeitete er als Gemeindepfarrer in Reichelsheim im Odenwald. Dr. Wolfgang Gern war Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und gehörte landes-und bundesweiten kirchlichen, diakonischen und sozialpolitischen Gremien an. In den Jahren 2007 bis 2011 war er Sprecher der Nationalen Armutskonferenz. Der Theologe gehörte unter anderem dem Integrationsbeirat der Hessischen Landesregierung an, war Vorsitzender der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen und Mitglied des Rundfunkrates des Hessischen Rundfunks. Von ihm stammen Veröffentlichungen zu den Themen: interkulturelle Theologie, Religions-und Kirchengeschichte in Asien, entwicklungspolitische Fragen, Praktische Theologie.

Neu: Fahrdienst zur Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz

Categories: Aktuelles
Kommentare deaktiviert für Neu: Fahrdienst zur Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz

Jeden Dienstag von 14:00 – 18:00 Uhr treffen sich Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz für 4 Stunden im Dorftreff in Rai Breitenbach und werden dort liebevoll von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen  des Diakonischen Werkes betreut.

Seit Mai haben wir unseren Service erweitert und können die Gäste auch zuhause abholen und anschließend wieder heimbringen. In den geräumigen PKW passt auch ein Rollstuhl und Rollator.

Das Betreuungsangebot ist vor allem eine Bereicherung des Alltags unserer Gäste, die sich in der kleinen Gruppe sehr wohl fühlen und sich für Dinge begeistern, die alleine zuhause weniger Anreiz bieten.  Genauso bietet es aber auch eine Entlastung für die Pflegenden, die einen Nachmittag unbesorgt Erledigungen machen oder freie Zeit genießen können, während sie ihre Angehörigen gut versorgt wissen.

Das Beschäftigungsangebot besteht aus Bewegungs- und Brettspielen, Basteln, Kochen, Singen und vielem mehr, abgestimmt auf die jeweiligen individuellen Möglichkeiten der Gäste sowie einem gemeinsamen Kaffeetrinken.

Wir, das Team der „Haltestelle“ freuen uns über neue Gäste!

Eine Anmeldung ist erforderlich über die Fachstelle Demenz im Diakonischen Werk, Tel.: 06061/ 9650-117 oder -0

Girly-und Boys-Day Presseartikel

Michelstadt, 28.04.20016: Wie jedes Jahr fand im April der Mädchen- und Jungen- Zukunftstag statt, hier ist der Ursprungsgedankte, dass Mädchen für einen Tag in typische Männerberufe und umgekehrt Jungen in typische Frauenberufe Einblick bekommen.

In diesem Jahr konnten 13 Jungen und ein Mädchen von verschiedenen Schulen, aus dem Odenwald und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, die Soziale Arbeit und den kaufmännischen Bereich des Diakonischen Werkes Odenwald näher kennenlernen.

Anja Scheibel, tätig in der Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität sowie Fachberatungsstelle Demenz, Lisa Ganß zuständig für Sekretariat der Leitung und Personal, Ulrike Werner-Paulus -Bereichsleiterin des Psychosozialen Zentrums und Jörg Hilsenbek –Mitarbeiter im Betreuten Wohnen Michelstadt, begrüßten die Kinder in der Bahnhofstraße in Michelstadt. Sie waren gespannt ob das Programm, das vorbereitet wurde gut ankommt und alle am Nachmittag zufrieden nach Hause gehen können würden.

Auf die Frage „Was wisst Ihr bereits über die Diakonie?“ Gab er vorerst nur wenig Rückmeldung, so war das Ziel klar, am Ende des Tages sollte jeder eine Antwort hierauf haben. Der Vormittag gab den Schülern und der Schülerin die Möglichkeit eine Rallye durch die Räumlichkeiten des Diakonischen Werkes zu machen und hierbei schon einiges über die verschiedenen Seiten der Sozialen Arbeit sowie die Beratungsangebote zu erfahren. Mitarbeitende, die über die Gänge liefen konnten befragt werden, die sonst verschlossenen Bürotüren standen an diesem Tag für die jungen Besucher offen, Broschüren und Flyer wurden durchstöbert.

Anhand von vorbereiteten Karten wurde später dann in der Runde darüber diskutiert, was dem Einzelnen im Leben und für die Zukunft wichtig ist, z.B. Freunde, Familie, ein großes Haus, ein schickes Auto, aber auch was uns bei dieser Zielerreichung „dazwischen“ kommen kann. Ein Unfall, damit verbunden eine körperliche Behinderung. Schulversagen, Familien- oder Suchtprobleme, eine daraus entstehende psychische Erkrankung. Eine ungewollte Schwangerschaft und damit ganz andere Lebensumstände, als die der Freunde. Eine Explosion in Biblis, die uns alle zu Flüchtlingen machen könnte. Die Kinder wurden bewusst mit solchen Beispielen konfrontiert, um so den Aufgabenbereich der Sozialen Arbeit und die Wichtigkeit der Beratungs-, Hilfs- und Betreuungsangebote des Diakonischen Werkes Odenwald klar darstellen zu können.

Sie durften selbst in Gruppenübungen in die Rolle des Sozialarbeiters/der Sozialarbeiterin, des/der Betroffenen, der Familie und Freunde schlüpfen und sich gegenseitig beraten.

„Mir hat es gut gefallen, denn ich weiß jetzt was die Diakonie macht und eigentlich kann man mit fast jedem Problem zur Diakonie kommen und bekommt Hilfe, das finde ich gut!“, ein Satz eines Schülers aus der Abschlussrunde.

Kontakt und Informationen: Das Diakonische Werk Odenwald ist Träger psychosozialer Beratungs- und Betreuungsangebote und der soziale Dienst der evangelischen Kirche für den Odenwaldkreis. Die Angebote sind offen für alle Ratsuchenden, unabhängig von Religion oder sozialem Status. www.diakonie-odenwald.de. Termine können unter 0606196500 oder mail@dw-odw.de vereinbart werden.

Heinz-Günther Gasche, der ehemalige Hauptgeschäftsführer des früheren Diakonischen Werkes in Hessen-Nassau, ist am 10. Mai verstorben

Frankfurt / Darmstadt, 12. Mai 2016. „Mit großer Trauer haben wir vom Tod Heinz-Günther Gasches erfahren und erinnern uns seiner in tiefer Dankbarkeit für seine langjährige diakonische Leitungsverantwortung“, sagte Pfarrer Horst Rühl, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen. Von 1972 bis 1990 war Gasche Hauptgeschäftsführer des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau (DWHN), das 2013 mit dem Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck (DWKW) zur Diakonie Hessen fusionierte.

Heinz-Günther Gasches Interesse galt dem kirchlichen Profil der Diakonie, wobei der Schwerpunkt seiner Arbeit auf der Diakonie der Gemeinde lag. Während seiner Amtszeit wirkte er an der Weiterentwicklung der Gemeindekrankenpflege mit. Zudem baute er ein flächendeckendes Netz von Dekanatsstellen, den heutigen regionalen Diakonischen Werken, auf.

Auch überregional war Gasche in zahlreichen Funktionen tätig. So engagierte er sich unter anderem im Diakonischen Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), dessen stellvertretender Vorsitzender er zeitweise war, sowie als Vorsitzender des Gesamtverbandes für Suchtkrankenhilfe im Diakonischen Werk der EKD. In seinem Ruhestand widmete er sich besonders der Krankenhausseelsorge und gemeinsam mit seiner Frau Elly-Ruth der Flüchtlingsarbeit. „Wir haben mit Heinz-Günther Gasche einen diakonisch profilierten Theologen verloren“, sagte Rühl abschließend.

Die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf, würdigte Gasche als „wichtigen Brückenbauer zwischen Kirche und Diakonie“. Dem evangelischen Pfarrer sei es immer wichtig gewesen, „dass die Kirche die Diakonie nicht aus dem Blick verliert und umgekehrt“, so Scherf, die Mitglied im Aufsichtsrat der Diakonie Hessen ist. Beeindruckt habe sie zudem, dass Gasche sich in seinem Heimatort Usingen bereits seit 1992 in der Flüchtlingsarbeit engagierte. Scherf: „Heinz-Günther Gasche war ein Pfarrer, der Glaube und Nächstenliebe immer als Einheit begriff. Seine Erfahrung, sein persönlicher Einsatz und seine theologische Weitsicht werden Kirche und Diakonie fehlen.“

„Ohne Loben und Danken geht es nicht. Das war das Lebensmotto von Heinz-Günther Gasche. So habe ich ihn kennen- und schätzen gelernt – als einen fröhlichen Christenmenschen, der mir zum väterlichen Freund wurde“, erinnerte sich der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Pfarrer Dr. Wolfgang Gern. Gern war von 2000 bis zur Fusion 2013 Vorstandsvorsitzender des DWHN und somit einer der Nachfolger.

Heinz-Günther Gasche war ein leidenschaftlicher Prediger und ein einfühlsamer Seelsorger – vom Lehrvikariat in der Jugendstrafanstalt Rockenberg im Jahre 1952 bis zur hohen Leitungsverantwortung im Diakonischen Werk in Hessen und Nassau von 1972 bis 1990. 1972 war er gerade als Pfarrer der Wartburggemeinde in Frankfurt zum Dekan seines Dekanats Bornheim gewählt worden. Zu diesem Zeitpunkt starb plötzlich der damalige – und erste – Hauptgeschäftsführer des im Jahre 1960 gegründeten Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau (DWHN). Die Gremien des DWHN wählten Gasche einstimmig zu Walter Rathgebers Nachfolger.

Stichwort Diakonie Hessen
Die Diakonie Hessen – Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.V. ist der soziale Dienst der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck. Als Landesverband unterstützt sie ihre über 430 Mitgliedseinrichtungen im gesamten Gebiet des Bundeslandes Hessen, in Teilen von Rheinland-Pfalz und im thüringischen Schmalkalden. 30 regionale Diakonische Werke bieten in den Regionen praktische Hilfe auf vielen Gebieten. Es gibt mehr als 1.300 Einrichtungen, Angebote und ambulante Dienste in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Alten- und Krankenpflege, Sucht- und Behindertenhilfe, Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie in der Beratung von Menschen mit sozialen Schwierigkeiten. Die Diakonie Hessen ist Träger des Evangelischen Fröbelseminars, das an den Standorten Kassel und Korbach sozialpädagogische Fachkräfte ausbildet.

BCO sucht seine ehemaligen Zivildienstleistenden

Categories: Aktuelles
Kommentare deaktiviert für BCO sucht seine ehemaligen Zivildienstleistenden

Behindertenclub Odenwald wird vierzig 

Michelstadt, in vier Wochen feiert der BCO (Behindertenclub Odenwald e.V.) seinen 40. Geburtstag.

Anlässlich des Jubiläums denkt der Verein voller Dankbarkeit an die vielen Helfer und Begleiter aus diesen vier Jahrzehnten, an die Zeit der Gründung, als Menschen mit einer Behinderung kaum aus ihren Wohnungen heraus kamen.
So wurde es zu einem Hauptanliegen des neu gegründeten Clubs für Menschen mit Behinde-rungen diesen Personen die Mobilität wieder zurückzugeben, damit sie wieder „unter Menschen“ kommen konnten. Daran erinnert Elfi Kissinger, die Vorsitzende des Vereins. Sie berichtet, dass diese Arbeit damals nur möglich gewesen sei, weil es engagierte Zivildienstlei-stende gab. Mit dieser Hilfe konnten Betroffene auch wieder ihre Angelegenheiten auf Ämtern und Behörden selbst erledigen.

Mit ihren Fahrdiensten haben die BCO-Zivis vieles ermöglicht, was bis dahin undenkbar war.

Es wurden zum Teil auch weite Strecken zurückgelegt, die nicht an den Kreisgrenzen endeten. Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, das war das Motiv. Und ohne die Zivis mit ihrer Begeisterung und ihrem Engagement wäre das nicht gegangen, ist Kissinger überzeugt.

Zum 40. Geburtstag des BCO wünschen sich die Vereinsmitglieder viele ehemalige Zivildienstleistende unter den Gästen. Kissinger wettet, dass mindestens 20 zur Feier kommen werden.

Die Jubiläumsfeier findet am Samstag, den 18. April 2015 ab 14.00 Uhr in den Räumen des Diakonischen Werkes Odenwald in der Bahnhofstraße 38 in Michelstadt statt, wo der BCO heute seinen Sitz hat.

Da die Datenschutzrichtlinien nicht zulassen, dass man die persönlichen Adressen von ehemaligen  Zivildienstleistenden speichert, fehlen die Anschriften. Deshalb lädt der BCO über die Presse seine Ehemaligen ein. „Wir hoffen, dass viele ehemalige sich angesprochen fühlen und freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen.“ ergänzt Bärbel Simon, die Leiterin des Diakonischen Werks, dem der BCO angeschlossen ist. Auf die Frage nach dem Wetteinsatz antwortet Kissinger: Wenn wir die Zahl 20 nicht erreichen, werde ich innerhalb der nächsten 12 Monate einen exklusiven Rollstuhlevent hier im Odenwaldkreis organisieren.

Heute ist der BCO ein Selbsthilfeverein für Menschen mit einer Körperbehinderung und hat rund 60 Mitglieder. Zu seinen Angeboten gehören monatliche Treffen, Ausflüge, Freizeiten, der Besuch von Veranstaltungen, Kegeln im vierzehntägigen Rhythmus, wöchentlicher Englischunterricht in zwei Schwierigkeitsgraden, die Eltern-Kind-Gruppe mit wöchentlichem Familienrollstuhlsport und –spiel, Fahrten zum Rollstuhlsport im Kreisgebiet, gegenseitige Besuche und vieles mehr.

Der Behindertenclub Odenwald e.V. ist Mitglied der Diakonie Hessen und hat seine Geschäftsstelle in den Räumen des Diakonischen Werkes Odenwald. Weitere Informationen geben die Vorsitzende Elfi Kissinger, Telefon 06163 – 2113 und die Mitarbeiterin Sabine Arndt, Telefon 06061 – 96500.

– „Aspekte gelingender lokaler Vernetzung und Kooperation“ –

Am Dienstag, dem 19. April 2016 fand von 14 bis 16 Uhr in den Räumen der Volksbank Odenwald in Michelstadt eine Fachtagung mit 64 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Eingeladen hatte die Liga der freien Wohlfahrtsverbände im Odenwaldkreis. Die Gäste beschäftigten sich theoretisch und praktisch mit Fragestellungen rund um „Aspekte gelingender lokaler Vernetzung und Kooperation“.

Fachkräfte stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre Professionalität und ihre Angebote in Sozialraum bezogene präventive Netzwerken und Kooperationsstrukturen einzubinden. Systeme, die bislang eher nebeneinander gearbeitet haben, müssen eine wirksame und zugleich effiziente Art der Zusammenarbeit finden und etablieren. Wie kann die gleichberechtigte Kooperation zwischen den Akteuren aus den verschiedenen Fachdisziplinen gestaltet werden? Was sind Kennzeichen einer wirksamen lokalen Vernetzung? Diesen Fragen widmete sich der Impulsvortag von Silke Bilz, der Fachreferentin vom Felsenweg Institut der Karl Kübel Stiftung in Dresden  und der anschließende Fachaustausch.

Die Teilnehmenden nahmen viele praktische Tipps aus der Tagung mit und zeigten sich überrascht „über die Vielzahl der Netzwerke“ und darüber, wie „toll, leicht und effektiv man netzwerken kann“.

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Volksbank Odenwald und mitfinanziert über den Odenwaldkreis.

 – Stichwort „Liga“ –

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege im Odenwaldkreis ist der Zusammenschluss der fünf im Odenwaldkreis vertretenen Wohlfahrtsverbände. Die Wohlfahrtsverbände haben in Deutschland eine lange Tradition und treten anwaltschaftlich für benachteiligte Menschen ein. Außerdem koordiniert die Liga die Aktivitäten zwischen den Verbänden und fungiert als Ansprechpartner für Politik und Verwaltung.

Den Vorsitzende der Liga im Odenwaldkreis ist derzeit der Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes,  Holger Wiesmann.

Deutsches Rotes Kreuz

Kreisverband Odenwaldkreis

Illigstraße 11

64711 Erbach

Tel.: 06062 – 60712, Fax: 06062 – 60755, mailto: drk.odw@t-online.de

Weiterhin sind in dem Gremium vertreten: Dr. Michael Reuter für die Arbeiterwohlfahrt, Ursula Klemm für den Caritas-Verband, Bärbel Simon für das Diakonische Werk Odenwald und Margit Balß für den Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege ist angebunden an die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Hessen e.V. (mehr: http://liga-hessen.de/)

CIMG0022Logo der Liga der freien Wohlfahrtspflege im Odenwaldkreis

 

 – TAGUNGSDOKUMENTATION –

Der Vortrag von Silke Bilz wie auch die Dokumentation der Gruppenarbeit kann hier eingesehen werden:

Vortrag und Power-Point-Präsentation: 16-04-19 Präsentation Aspekte gelingender Vernetzung und Kooperation S.Bilz

Fotoprotokoll der Gruppenarbeit: Protokoll Fachtag LIGA Odenwald am 19.04.16_

Die erstellten Netzwerksteckbriefe, der frei gegebene E-Mail-Verteiler wie auch die Vordrucke können von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als PDF angefordert werden bei ralf.binder@dw-odw.de.

 

Festlicher Gottesdienst in Marktkirche in Wiesbaden – Kirchenpräsident Dr. Volker Jung verabschiedet Diakonie-Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Gern

Categories: Aktuelles
Kommentare deaktiviert für Festlicher Gottesdienst in Marktkirche in Wiesbaden – Kirchenpräsident Dr. Volker Jung verabschiedet Diakonie-Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Gern

Dr. Gern: „Verantwortung übernehmen und Mitleidenschaft leben“

Rühl: „Brauchen aufmerksame und wachsame Diakonie“

Festlicher Gottesdienst in Marktkirche in Wiesbaden – Kirchenpräsident Dr. Volker Jung verabschiedet Diakonie-Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Gern – Bischof Dr. Martin Hein führt Nachfolger Horst Rühl ein – Grußworte von Ministerpräsident Volker Bouffier, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Diakoniepräsident Lilie

„Die Stärke unserer Gesellschaft misst sich auch am Wohl derer, die in Not sind und die aus Not zu uns flüchten.“ Dies sagte Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, heute Nachmittag im Gottesdienst in der Wiesbadener Marktkirche anlässlich seiner Verabschiedung. Der Theologe, der seit dem Jahr 2000 Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau war und seit dem Jahr 2013 in dieser Funktion der neu gegründeten Diakonie Hessen vorstand, nannte damit im Blick auf die Verfassung der Schweiz einen Grundgedanken, der seine Arbeit als Vorstandsvorsitzender geprägt hat. Im Blick auf den Grundsatz der Bundesrepublik Deutschland führte er einen weiteren prägenden Aspekt an: „Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig. Das ist das biblische Herzstück. Es ist das Verdienst der Mütter und Väter des Grundgesetzes, dieses biblische Herzstück aufgenommen zu haben. Für uns als Christen in Diakonie und Kirche heißt das nichts anderes als: Gott will, dass wir Verantwortung füreinander übernehmen.“ Dafür habe er immer einstehen wollen. „Dafür wollen wir arbeiten. Und vor allem dafür gibt es unsere Kirchen mit ihrer Diakonie.“ Der scheidende Vorstandsvorsitzende der Diakonie dankte für „das menschliche Miteinander, für das Lernen voneinander, für den großen Reichtum an Begabungen und Gaben, für alle gewachsene sozialpolitische Gemeinsamkeit.“

Der neue Vorstandsvorsitzende Pfarrer Horst Rühl sagte in seiner Ansprache in der Marktkirche, es sei eine vordringliche Aufgabe der Diakonie, die Frage nach dem, was Menschen brauchen, immer wieder zu stellen. Er schloss daran an: „Es ist dann auch die ‎politische und gesellschaftliche Aufgabe der Diakonie, die Antworten hörbar und die verzweifelten Schreie unüberhörbar zu machen. Manchmal stellvertretend, manchmal als Sprachrohr, auch für die, die als unsere Mitglieder die konkrete Arbeit mit den Menschen verantworten. Dafür ist eine aufmerksame und wachsame Diakonie nötig.“ Im Blick auf die zurückliegende Kommunalwahl sagte Horst Rühl, der seit 2012 Landespfarrer der Diakonie Kurhessen-Waldeck war und seit 2013 theologischer Vorstand der Diakonie Hessen ist: „Mir scheint mancher Wahlzettel ein solcher Hilferuf zu sein. Menschen empfinden sich in ihrer Not abgedrängt, ausgegrenzt und gefährdet.“ Man müsse von 12 Prozent aller Menschen in unserem reichen Hessenland ausgehen, die von Armut gefährdet seien. Der nächste Landessozialbericht böte daher eine große Chance zur Wahrnehmung: „Erfolgreiche Politik kann sich gerade dadurch auszeichnen, dass sie alle Bürgerinnen und Bürger im Blick hat. Teilhabe ist die Chance zur verantwortlichen Mitgestaltung der Gesellschaft. Hier weiß sich die Diakonie mit allen Wohlfahrtsverbänden in Hessen einig darin, dass wir den politisch verantwortlichen Menschen in Hessen in dieser Wahrnehmung deutliche Verstärker und kooperative Partner sein können und wollen.“

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, verabschiedete Dr. Wolfgang Gern im Gottesdienst in den Ruhestand. Der Kirchenpräsident würdigte Gern als „Theologen der Leidenschaft und Mitleidenschaft“. Diakonie sei für ihn immer ein Ausdruck dafür gewesen, dass „Liebe das Tatwort des Glaubens ist“. Dabei habe er den evangelischen Wohlfahrtsverband unter anderem als „sozialpolitisches Gewissen“ der Kirchen profiliert. Herausragend sei Gerns Bemühen gewesen, Diakonie stets eng als unauflöslich mit der evangelischen Kirche verbunden zu begreifen. Gerns Kernsatz „Diakonie ohne Kirche wird geistlos, Kirche ohne Diakonie wird lieblos“ habe Maßstäbe gesetzt. Jung dankte ihm für seine „Leidenschaft und Kompetenz“ sowie für die „persönliche Freundschaft und Weggemeinschaft“.

Bischof Dr. Martin Hein, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, führte Pfarrer Horst Rühl in das Amt des Vorstandsvorsitzenden ein. „Das Eintreten für andere, für die Schwachen, für die Benachteiligten, für die Fremden zieht sich wie ein roter Faden durch die biblische Überlieferung. Hier liegt der Ursprung unseres diakonischen Ethos“, sagte der Bischof.

Man traue es Horst Rühl zu, dieses verantwortungsvolle Amt in schwierigen Zeiten auszufüllen und ihm eine deutliche Prägung geben zu können: „zum Nutzen der Diakonie als eines großen Sozialverbandes, aber mehr noch zum Nutzen der vielen Menschen, für die unsere Diakonie einsteht.“ Rühl könne sich darauf verlassen, dass in dem Vertrauen, das ihm ausgesprochen werde, Gott selbst wirke und dass der Ruf in dieses Amt sein Ruf sei.

Dr. Wolfgang Gern hatte vor dem Beginn seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender im Diakonischen Werk in Hessen und Nassau mit Sitz in Frankfurt am Main im Jahr 2000 seit 1996 bis 2000 die Leitung des Seminars für kirchlichen Dienst in der Industriegesellschaft (Gossner Mission) in Mainz inne. Zuvor war er mehrere Jahre Pfarrer in Reichelsheim/Odenwald. (Vita Dr. Wolfgang Gern unter: www.diakonie-hessen.de/ueber-uns/organe/vorstand).

Der neue Vorstandsvorsitzende Horst Rühl leitete bis zu seiner Vorstandstätigkeit im Landesverband von 2007 bis 2012 das Waldecksche Diakonissenhaus Sophienheim, Bad Arolsen. Berufsbegleitend hatte er in Heidelberg Diakoniewissenschaften studiert. Von 1986 bis 2007 war er in Hanau als Pfarrer der Evangelischen Marienkirchengemeinde tätig. (Vita Horst Rühl unter: www.diakonie-hessen.de/ueber-uns/organe/vorstand).

Grußworte in der Marktkirche im Anschluss an den Gottesdienst

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie, Diakonie Deutschland

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie sagte in seinem Grußwort in Anschluss an den Gottesdienst: „Dr. Wolfgang Gern ist ein engagierter und streitbarer Menschenfreund, der mit Empathie für den Einzelnen und Kompetenz für die Sache das Soziale aus dem Geiste des Evangeliums gestaltet und als Gestaltungsaufgabe für Dickbrettbohrer versteht. Ich freue mich, dass Horst Rühl aus dem gleichen Geist mit großem Moderationstalent und mit einem Bewusstsein für Kontinuität das Renommee und die sehr gute politische Vernetzung der Diakonie Hessen gemeinsam mit den Vorstandskollegen und allen Mitarbeitenden weiter entwickeln wird.“

Ministerpräsident Volker Bouffier, Hessen

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier betonte in seinem Grußwort: „Dr. Wolfgang Gern ist ein Streiter und Kämpfer für das Soziale in Kirche und Politik: fachlich versiert, unermüdlich und leidenschaftlich für die Menschen engagiert. Dabei hat er nicht nur der Diakonie in den vergangenen 16 Jahren eine starke Stimme gegeben, sondern er sprach für jene, die in unserer Gesellschaft keine laute Stimme haben. Dr. Wolfgang Gern war ein Mahner für soziale Gerechtigkeit – in Hessen und in ganz Deutschland.“ Er wünschte Dr. Wolfgang Gern für seine weitere Zukunft alles Gute: „Für Ihre Arbeit in Ruanda, einem der Krisenländer unserer Erde, wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute.“ Den Nachfolger und neuen Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Hessen hieß Ministerpräsident Bouffier in seinem Amt willkommen. „Ich bin mir sicher, Pfarrer Horst Rühl wird die Arbeit der Diakonie Hessen erfolgreich fortsetzen. Lieber Herr Rühl, ich freue mich auf die kommende Zusammenarbeit.“

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin Rheinland Pfalz

Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte bei der Verabschiedung: „Als ein Mensch mit christlicher Überzeugung hat Dr. Wolfgang Gern die Ungerechtigkeit, die sich aus Armut und Ungleichheit ergibt, nicht akzeptiert. Er hat sich als Sprecher der Nationalen Armutskonferenz und als Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau mit außergewöhnlichem Engagement für die benachteiligten Menschen in unserem Land eingesetzt. Das Diakonische Werk ist seit jeher ein wichtiger Partner der Landesregierung. Für die vielfältige und stets vertrauensvolle Zusammenarbeit möchte ich Dr. Wolfgang Gern ganz besonders danken. Er hat soziale Wirklichkeit gestaltet und kann auf einen beeindruckenden Lebenslauf zurückblicken. Seinem Nachfolger Horst Rühl wünsche ich für seine neue Aufgabe alles Gute und Gottes Segen.“

Thomas Domnick, Diözesancaritasdirektor Caritasverband für die Diözese Mainz

Thomas Domnick, Diözesancaritasdirektor und Vorstandsvorsitzender der LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Hessen, übergab an Dr. Wolfgang Gern für die „geschwisterliche ökumenische Zusammenarbeit“ die Skulptur des „Barmherzigen Samariters“ und sagte bei der Verleihung: „Dr. Gern stellt Konventionen in Frage, wenn es um die Würde und das Wohlergehen des Anderen geht.“

Pfarrer Joachim Bertelmann, Vorsitzender Aufsichtsrat Diakonie Hessen

Pfarrer Joachim Bertelmann, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Diakonie Hessen, sagte abschließend: „Pfarrer Dr. Gern hat als Sprecher der Nationalen Armutskonferenz und in der aktuellen Flüchtlingsdebatte deutliche Spuren seines positiven Wirkens hinterlassen. Dabei ist es ihm gelungen, die Botschaft des Evangeliums unmittelbar in die konkrete politische Debatte einzubringen. Bei der Fusion der beiden Diakonischen Werke Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck hat er wesentlich dazu beigetragen, dass Diakonie und Kirche mit einer Stimme sprechen. Der Aufsichtsrat dankt Dr. Gern für seinen unermüdlichen Einsatz. Pfarrer Horst Rühl kommt die Aufgabe zu, die besondere Chance der Diakonie Hessen in ihren Ausdifferenzierungen, als Werk der Kirche, als Mitgliederverband und als Spitzenverband der Liga der Wohlfahrtspflege zu profilieren. In jeder Gemeinde und jeder Stadt im Einzugsgebiet der Diakonie Hessen sind Menschen ehrenamtlich und/oder beruflich diakonisch engagiert. Seine großartige Fähigkeit, Menschen zu begeistern und miteinander in einen Dialog einzutreten wird ihm helfen, für die Kirchen und die Diakonie Hessen ,neue Schätze‘ zu heben.“

Die Vita von Dr. Wolfgang Gern und Horst Rühl finden Sie unter

www.diakonie-hessen.de/ueber-uns/organe/vorstand

Weitere Informationen (die Ansprachen, die Predigt, weitere Texte aus dem Gottesdienst

sowie die Grußworte) finden Sie ab 14.30 Uhr beziehungsweise ab 18 Uhr unter:

www.diakonie-hessen.de/presse/pressemitteilungen

Aktuelle Fotos finden Sie unter:

www.diakonie-hessen.de/fotos0.html

Stichwort: Diakonie Hessen

Die Diakonie Hessen – Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.V. ist der soziale Dienst der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck. Als Landesverband unterstützt sie ihre über 430 Mitgliedseinrichtungen im gesamten Gebiet des Bundeslandes Hessen, in Teilen von Rheinland-Pfalz und im thüringischen Schmalkalden. 30 regionale Diakonische Werke bieten in den Regionen praktische Hilfe auf vielen Gebieten. Es gibt mehr als 1.300 Einrichtungen, Angebote und ambulante Dienste in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Alten- und Krankenpflege, Sucht- und Behindertenhilfe, Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie in der Beratung von Menschen mit sozialen Schwierigkeiten. Die Diakonie Hessen ist Träger des Evangelischen Fröbelseminars, das an den Standorten Kassel und Korbach sozialpädagogische Fachkräfte ausbildet.

An der Spitze des Landesverbandes steht ab dem 1. Mai Pfarrer Horst Rühl als Vorstandsvorsitzender. Den Vorstand komplettieren Dr. Harald Clausen, Juristischer Vorstand, und Wilfried Knapp, Kaufmännischer Vorstand. Ende des Monats geht der bisherige Vorstandsvorsitzende Pfarrer Dr. Wolfgang Gern in den Ruhestand.

Stichwort: Aufsichtsrat Diakonie Hessen

Den Vorsitz im Aufsichtsrat der Diakonie Hessen, dem Kontrollgremium, hat Pfarrer Joachim Bertelmann, seine Stellvertreterin ist Pfarrerin Esther Gebhardt. Dem Aufsichtsrat gehören Vertreter der Mitglieder der Diakonie Hessen, der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck sowie der Gesamtausschüsse der Mitarbeitervertretungen an. Der Vorsitzende der Mitgliederversammlung ist der ehemalige langjährige rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch (SPD), stellvertretende Vorsitzende ist Margret Artzt.

 

 

Personenzentriert Betreuen und Begleiten

Categories: Aktuelles
Kommentare deaktiviert für Personenzentriert Betreuen und Begleiten

Werner-Paulus_Fortbildung

Ulrike Werner-Paulus eine der beiden Bereichsleiterinnen des Psychosozialen Zentrums im Diakonischen Werk Odenwald.

 

Teamfortbildung für Mitarbeitende im Diakonischen Werk Odenwald

Michelstadt, März 2016. Das Diakonische Werk Odenwald hat das Ziel, Menschen zu stärken. Damit das gewährleistet werden kann, achtet man auf ein Gleichgewicht zwischen Expertentum, Wirtschaftlichkeit und Mitarbeitenden-Gesundheit. Das Fort- und Weiterbildungsangebot ist ein fortlaufender Prozess, der sich individuell am Bedarf orientiert. Dies hat das Ziel, die fachlichen und personalen Kompetenzen der Mitarbeitenden und der Leitungskräfte weiterzuentwickeln. 

Das Betreute Wohnen unterstützt Menschen mit einer seelischen oder körperlichen Behinderung im Umgang mit eigener Krankheit, beim Kontakt zu Ämtern, Ärzten und der Führung eines selbstbestimmten Lebens. Die Fachkräfte des Teams Michelstadt und dem „Wohnprojekt Rimhorn“ haben im März im Ev. Gemeindehaus in Erbach bei einer Folgefortbildung zum Thema „Personenzentriert Betreuen und Begleiten“, die bereits im letzten Herbst behandelten Themen und das erworbene Wissen reflektiert, aufgearbeitet und anhand von Praxisbeispielen erweitert. Geleitet wurde das 2-Tage-Seminar von dem Referenten Dr. Martin Jocheim und Frau Marianne Martin vom Hessischen Konsulentendienst. 

„Viele Konflikte in Betreuungsbeziehungen entstehen, weil die betreuende Fachkraft „die Mitte“ der personenzentrierten Haltung verlässt und sich entweder in das Leben des Klienten einmischt (zu viel Verantwortungsübernahme) oder aber sich im Gegenteil innerlich zurückzieht und den Klient sich selbst und seinem Schicksal überlässt (Beziehungslosigkeit)“, erläutern die Referenten.

Die personenzentrierte Haltung beschreibe eine andere Betreuungshaltung und eine „Weltanschauung“, beispielsweise voller Mitgefühl – nicht aber Mitleid, voller Verstehens-Bereitschaft-nicht aber Rechtfertigung, voller Bereitschaft, sich selbst als Mensch ehrlich und angemessen in die Beziehung einzubringen, mit den eigenen Ansichten und Gefühlen mit Blick auf die betreute Person. Die Teilnehmenden lernten, dass Empathie, unbedingte Wertschätzung und Kongruenz die drei Grundbedingungen auf Seiten der betreuenden Fachkraft für die personenzentrierte Beziehungsgestaltung sind. 

„Solch interne Fortbildungen erweisen sich auch immer wieder als guter Teambildungsprozess, da unsere Fachkräfte offen aus Alltagssituationen erzählen, aber auch andere erfahren. Nicht nur Krisensituationen, sondern auch schöne Erlebnisse werden reflektiert und aufgearbeitet. Manch einer, der mit gemischten Gefühlen in dieses Seminar ging, konnte am Ende dank der super Stimmung und dem positiven Ergebnis mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.“ So Ulrike Werner-Paulus, eine der beiden Bereichsleiterinnen des Psychosozialen Zentrums im Diakonischen Werk Odenwald, die selbst auch Teilnehmerinnen waren.

 

Kontakt und Informationen: Das Diakonische Werk Odenwald ist Träger psychosozialer Beratungs- und Betreuungsangebote und der soziale Dienst der evangelischen Kirche für den Odenwaldkreis. Die Angebote sind offen für alle Ratsuchenden, unabhängig von Religion oder sozialem Status. Termine können unter 0606196500 oder mail@dw-odw.de vereinbart werden.

 

Idomeni: Zugang zu Asyl ist „Lotteriespiel“

Categories: Aktuelles
Kommentare deaktiviert für Idomeni: Zugang zu Asyl ist „Lotteriespiel“

Hochrangige evangelische Kirchenvertreter dringen auf europäische Hilfe

statement Idomeni, EKiR, EKHN, RB Eng als pdf

gemeinsame Erklärung Idomeni, EKiR, EKHN, RB Deutsch als pdf

Darmstadt/Düsseldorf/Hannover, 12. April 2016. Angesichts der jüngsten Eskalation im griechischen Flüchtlingslager Idomeni haben hochrangige evangelische Kirchenvertreter am Dienstag (12. April) in einer gemeinsamen Erklärung auf einen menschenwürdigen Umgang mit den Schutzsuchenden an der griechisch-mazedonischen Grenze gedrungen. Am Wochenende war es zwischen Flüchtlingen und Sicherheitskräften zu Auseinandersetzungen mit zahlreichen Verletzten gekommen. Der rheinische Präses Manfred Rekowski, der hessen-nassauische Kirchenpräsident Dr. Volker Jung und der reformierte Moderator Martin Engels erneuerten ihre Forderung nach europäischer Hilfe in Idomeni: „Solche Zustände darf es mitten in Europa nicht geben.“

Familienzusammenführung leichter möglich machen

Bei einem Besuch in dem Flüchtlingscamp hatten sich Rekowski, Jung und Engels in der vergangenen Woche selbst ein Bild von der Situation in Griechenland gemacht. Sie zeigten sich entsetzt von den Zuständen, bei denen humanitäre Standards „weit unterschritten“ würden. Zudem grenze die Möglichkeit, einen Asylantrag zu stellen im Lager an eine „Lotterie“. Es bestünden dafür aktuell kaum Möglichkeiten zur Verfügung. Die Schutzsuchenden misstrauten zudem den griechischen Behörden. Rekowski, Jung und Engels machen sich deshalb in der Erklärung mit dem Titel „Idomeni darf nicht so bleiben“ auch dafür stark, dass Schutzsuchende von Griechenland aus umgehend Zugang zu Umsiedlungsprogrammen erhalten, um in anderen europäischen Ländern ihre Asylverfahren zu durchlaufen. Dies gelte insbesondere für allein reisende Frauen und Frauen mit Kindern. Die Kirchenvertreter baten insbesondere die deutsche Bundesregierung, eine Zusammenführung von getrennten Familien „schnell und unbürokratisch“ zu ermöglichen.

Evangelische Kirchen wollen Hilfe in Griechenland aufstocken

Rekowski und Jung kündigten zudem an, die Flüchtlingsarbeit der Kirchen und kirchlichen Einrichtungen in Griechenland finanziell besser auszustatten. Gestärkt werden soll neben der humanitären Hilfe vor Ort vor allem die Unterstützung bei der Zusammenführung von Familien.

Wortlaut der Erklärung vom 12. April 2016:

Idomeni darf nicht so bleiben

Gemeinsame Erklärung

nach dem Solidaritätsbesuch von Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirchen im Rheinland (EKiR), in Hessen und Nassau (EKHN) und des Reformierten Bundes in Idomeni und bei evangelischen Kirchen in Griechenland, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind

In Idomeni harren derzeit zwischen 12.000 und 14.000 Menschen unter erbarmungswürdigen Umständen vor der mittlerweile geschlossenen griechisch-mazedonischen Grenze auf Feldern aus. 40 Prozent von ihnen sind Kinder, viele unter 14 Jahre alt. Die Lage ist katastrophal. Es mangelt an menschenwürdiger Unterbringung, geregelter Versorgung und Sicherheit. Humanitäre Standards sind weit unterschritten. Da auch aus offiziellen Lagern in Griechenland berichtet wird, dass die Versorgung ungenügend ist und Unklarheit über die möglichen Verfahren besteht, vertrauen die Flüchtlinge den Aufrufen, in andere Lager zu ziehen, nicht.

Unterstützt werden die Menschen fast ausschließlich durch beeindruckendes Engagement von Ehrenamtlichen aus Kirchen und Initiativen. Obwohl die griechische Bevölkerung unter der Wirtschaftskrise leidet, helfen viele Griechinnen und Griechen mit ihren eigenen Mitteln, das Leid zu lindern.

Es ist Schutzsuchenden fast unmöglich, einen Asylantrag zu stellen, denn es gibt ausschließlich und immer nur für kurze Zeit eine Online-Registrierung für ein Asylverfahren. Weil sich innerhalb dieses kleinen Zeitfensters nur selten Menschen registrieren lassen können, grenzt es an eine Lotterie um Asylplätze. Damit wird ihnen ein zentrales Menschenrecht vorenthalten.

Solche Zustände darf es mitten in Europa nicht geben. Es ist gemeinsame Aufgabe der Europäischen Union und der Mitgliedsstaaten, dafür Sorge zu tragen, dass Schutzsuchende in Europa menschenwürdig untergebracht und registriert werden und zeitnah Zugang zu einem regulären Asylverfahren bekommen.

Da beides in Griechenland gegenwärtig offenbar nicht gewährleistet werden kann, angesichts geschlossener Grenzen die Zahl der Flüchtlinge in prekärer Situation kontinuierlich steigt und die humanitäre Krise in Griechenland immer gravierender wird, halten wir es für dringend geboten, dass Schutzsuchende auch von Idomeni aus umgehend Zugang zu Umsiedlungsprogrammen (Relocation) haben, um in anderen europäischen Ländern ihre Asylverfahren zu durchlaufen.

Entsprechend sollten die EU-Mitgliedsstaaten und die mit dem Umsiedlungsprogramm befassten Agenturen mit den griechischen Behörden schnell und unbürokratisch die Umsiedlung insbesondere von allein reisenden Frauen und Frauen mit Kindern ermöglichen. Zugleich muss der Zugang zum Asylverfahren in Griechenland zügig und zuverlässig gestaltet werden. Mit gemeinsamen Anstrengungen der europäischen Staaten sollte es möglich sein, diese beschämende Situation innerhalb von zwei bis drei Monaten aufzulösen und den Flüchtlingen endlich Schutz zu gewähren.

Die meisten der in Idomeni gestrandeten Flüchtlinge kommen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan und sind mit hoher Wahrscheinlichkeit schutzberechtigt. Viele haben Familienangehörige in Deutschland oder anderen europäischen Ländern. Wir bitten insbesondere die deutsche Regierung dringend darum, in solchen Fällen eine Zusammenführung der getrennten Familien schnell und unbürokratisch zu ermöglichen.

Die EKiR und die EKHN wollen die Flüchtlingsarbeit der Kirchen und kirchlichen Einrichtungen in Griechenland verstärkt und auch finanziell unterstützen. Gestärkt werden sollen sowohl die dringend notwendige humanitäre Hilfe vor Ort als auch die Beratungsstrukturen, um Schutzsuchenden zu ihren Rechten zu verhelfen, insbesondere wenn es um die Zusammenführung von Familien geht.

 

DEMENZ verstehen – Schulung für Angehörige von demenziell Erkrankten

Categories: Aktuelles
Kommentare deaktiviert für DEMENZ verstehen – Schulung für Angehörige von demenziell Erkrankten
Diese Seite ist derzeit in Überarbeitung
Über den folgenden Link kommen Sie zur Webseite der

» Fachstelle Demenz 

.

.

.

..

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Angehörigenschulung Ausschreibung mit Modulen 2016

Schulung „Demenz verstehen“ für Angehörige und Interessierte

Hintergrundwissen und ein besseres Verständnis für die immer häufiger auftretende Erkrankung Demenz vermittelt die 7-teilige Schulungsreihe des Diakonischen Werkes „Demenz verstehen“, die am 19. April beginnt. Angehörige und Interessierte erhalten Informationen über das Krankheitsbild und die auftretenden Erscheinungsformen von Demenz. Auch Informationen über Leistungen der Pflegeversicherung und rechtliche Frage wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und gesetzliche Betreuung stehen auf dem Programm. Im Zusammenhang der Alltagsgestaltung geht um die Bedürfnisse der Erkrankten und den wertschätzenden Umgang miteinander, um Möglichkeiten der Kommunikation und den Umgang mit schwierigen Gefühlen wie Überforderung, Schuld oder Trauer sowie Anregungen zum guten Umgang mit den eigenen Kräften.

Die Kosten für die Schulung werden von der BEK getragen.

Anmeldung beim Diakonischen Werk Odenwald unter 06061/ 9650-0 oder mail@dw-odw.de


Demenz verstehen_Termine