Diakonie – der soziale Dienst der evangelischen Kirchen

Sinnvolles Engagement und berufliche Orientierung

Sinnvolles Engagement und berufliche Orientierung

450 junge Menschen beginnen im Sommer Freiwilligendienst in diakonischen und kirchlichen Einrichtungen im Gebiet der Diakonie Hessen / Noch freie Plätze verfügbar

Wer noch nicht weiß, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll, kann ab August oder September ein Jahr lang etwas Gutes tun: für andere Menschen oder für die Natur – und in jedem Fall für sich selbst. Schon über 450 junge Menschen starten diesen Sommer ihren Dienst in einer Einrichtung der Evangelischen Freiwilligendienste der Diakonie Hessen. Weitere rund 270 Plätze im sozialen Bereich und 30 Plätze in den ökologischen Arbeitsfeldern sind noch zu besetzen. „Mit einem Einsatz in unseren diakonischen und kirchlichen Einrichtungen können sich rund 750 junge Menschen ausprobieren und gleichzeitig soziale oder ökologische Aufgaben verantwortlich übernehmen“, sagt Ingrid Pontzen, Leiterin der Evangelischen Freiwilligendienste der Diakonie Hessen. „Wir freuen uns über weitere Bewerbungen.“ Im Programm sind etwa das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) sowie der Bundesfreiwilligendienst (BFD) für 16- bis 26-Jährige.

Auf Freiwillige im ökologischen Dienst wartet ein Einsatz in der Forstwirtschaft, ökologischen Landwirtschaft oder im Gartenbau. Aber auch Stellen in Waldkindergärten, Umweltbildung, Natur- oder Tierparks sowie Reiterhöfe gehören dazu. Ingrid Pontzen: „Wir bieten den Einsatz in vielfältigen Arbeitsbereichen und so die Möglichkeit, interessante Berufe für sich zu entdecken. Für Menschen, die beruflich unentschlossen sind, kann der Freiwilligendienst eine erste Orientierung sein.“ Die Freiwilligen erhalten ein Taschen- und Verpflegungsgeld und in einigen Fällen auch freie Unterkunft. Außerdem werden alle versicherungspflichtigen Sozialleistungen übernommen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der freiwillige Einsatz als praktischer Teil für die Fachhochschulreife angerechnet wird.

Während sich das FSJ und FÖJ vor allem an junge Menschen bis 26 Jahre richtet, steht der „BFD 27plus“ auch Menschen über 27 Jahren offen. Der Einstieg in den „BFD 27plus“ kann jederzeit im Laufe eines Jahres erfolgen und ist auch in Teilzeit ab 21 Stunden möglich.

Beispiele für Einsatzfelder im ökologischen Freiwilligendienst

Therapeutisches Reiten und Reitpädagogik

Viele junge Menschen, die den Reitsport bereits als Hobby betreiben, entschließen sich zu einem Freiwilligendienst in diesem Bereich. Die Tätigkeitsfelder reichen hier von der Unterstützung von therapeutischen und pädagogischen Angeboten, über die Pflege der Tiere, bis hin zur Mitarbeit beim Reitunterricht.

Menschen mit Behinderung

Einsatzstellen im ökologischen Bereich innerhalb von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sind für viele junge Menschen interessant. Sie bilden eine Schnittstelle zwischen sozialem und ökologischem Engagement. So ist es möglich, den Kreislauf der Natur von der Saat bis zur Ernte auf einem Bauernhof oder in einer Gärtnerei mitzuerleben. Aber nicht allein der Aspekt der Produktion ist in solchen Einsatzstellen wichtig: Landwirtschaft und Gärtnerei als Betätigungsfeld für Menschen mit Handicap zu erleben, eröffnet den Freiwilligen die Möglichkeit, bereichernde Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu sammeln.

Waldkindergärten

Natur und Pädagogik – diese Mischung finden Freiwillige in Wald- und Naturkindergärten, in Kindertagesstätten mit einem naturpädagogischen Schwerpunkt oder einzelnen Waldgruppen, die einen Teil des Tages in der Natur verbringen. Freiwillige unterstützen die hauptamtlich Mitarbeitenden im Alltag, von der Ankommenssituation am Morgen, der Gestaltung des Morgenkreises oder der Mahlzeiten bis hin zu inhaltlichen Angeboten im Tageslauf. Persönliche Schwerpunkte können Freiwillige in Form eines eigenen Projektes setzen: eine „LandArt“-Aktion im Herbstwald, eine ökologische Bildungseinheit für Schulkinder oder ein umweltverträglicher Neuanstrich für den Bauwagen.

Weitere Informationen

Evangelische Freiwilligendienste Diakonie Hessen, Lessingstr. 13, 34119 Kassel, Tel. 0561-1095 3500 oder Ederstr. 12, 60486 Frankfurt/M., Tel. 069-7947-6273;

Mail: freiwilligendienste@diakonie-hessen.de; www.ev-freiwilligendienste-hessen.de

Stichwort: Evangelische Freiwilligendienste

Die Diakonie Hessen ist Träger der Freiwilligendienste Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD) sowie der Internationalen Freiwilligendienste. Für die Vermittlung und Begleitung von Freiwilligen sind die Evangelischen Freiwilligendienste an zwei Standorten in Frankfurt und in Kassel sowie in verschiedenen Regionalbüros vertreten. Die Evangelischen Freiwilligendienste vermitteln Einsatzplätze in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, in der Altenhilfe, Krankenpflege und in ambulanten Diensten, Ganztagsschulen, Kirchengemeinden und ökologischen Arbeitsbereichen. Jedes Jahr werden etwa 750 Freiwillige in rund 500 Einrichtungen in allen Landkreisen Hessens, in Teilen von Rheinland-Pfalz sowie in Schmalkalden in Thüringen eingesetzt. In der Regel dauert der Einsatz ein Jahr, er kann aber auf sechs Monate verkürzt oder auf 18 Monate verlängert werden.

Stichwort Diakonie Hessen

Die Diakonie Hessen – Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.V. ist der soziale Dienst der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck. Als Landesverband unterstützt sie ihre über 430 Mitgliedseinrichtungen im gesamten Gebiet des Bundeslandes Hessen, in Teilen von Rheinland-Pfalz und im thüringischen Schmalkalden. 30 regionale Diakonische Werke bieten in den Regionen praktische Hilfe auf vielen Gebieten. Es gibt mehr als 1.300 Einrichtungen, Angebote und ambulante Dienste in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Alten- und Krankenpflege, Sucht- und Behindertenhilfe, Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie in der Beratung von Menschen mit sozialen Schwierigkeiten. Die Diakonie Hessen ist Träger des Evangelischen Fröbelseminars, das an den Standorten Kassel und Korbach sozialpädagogische Fachkräfte ausbildet.