Diakonie – der soziale Dienst der evangelischen Kirchen

Weil helfen Freude macht-Exkursion ehrenamtlicher Betreuer zu Einrichtungen des Diakonischen Werkes Odenwald

Weil helfen Freude macht-Exkursion ehrenamtlicher Betreuer zu Einrichtungen des Diakonischen Werkes Odenwald

Die ArbeitsGemeinschaft Gesetzliche Betreuung Odenwaldkreis mit dem Caritas Betreuungsverein im Odenwaldkreis e. V., dem Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt und der Betreuungsbehörde hatten ehrenamtliche Betreuer und Bevollmächtigte zu einer Exkursion zum Diakonischen Werk Odenwald in Michelstadt mit Wohnprojekt Rimhorn eingeladen. Beabsichtigt mit dieser Maßnahme war das Zusammenführen ehrenamtlicher Betreuer, das Ermöglichen gegenseitigen Kennenlernens, ein Anregen eines Austausches über die Betreuungsarbeit und das Kennenlernen sozialer Einrichtungen, die auch für gesetzlich Betreute geeignet sein können.

22 ehrenamtliche gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer und solche, die es werden wollen, hatten die Einladung angenommen und waren mit großem Interesse zum Diakonischen Werk in Michelstadt gekommen. Dort begann die Erkundungstour durch verschiedene Bereiche.

Heinz Jöst, Mitarbeiter des Caritas Betreuungsvereins im Odenwaldkreis e. V. dankte für die Bereitschaft der Anwesenden, sich immer wieder neu auf Menschen einzulassen und sich ehrenamtlich in der oft schwierigen aber auch Freude machenden Betreuungsarbeit zu engagieren.

Beate Braner – Möhl, Leiterin der Fachstelle Demenz machte deutlich, dass das Diakonische Werk Odenwald Träger psychosozialer Beratungs- und Betreuungsangebote und der soziale Dienst der evangelischen Kirche ist. Die Angebote können von allen in Anspruch genommen werden, unabhängig von Nationalität, Religion und sozialem Status. „Das Diakonische Werk Odenwald ist ein Teil des Diakonischen Werkes Hessen und Nassau e. V. und beschäftigt 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,“ führte Braner – Möhl weiter aus.

Lebenskrisen, eine ungeplante Schwangerschaft, Konflikte in der Partnerschaft, Trennung, finanzielle Sorgen, Probleme mit Behörden, Krankheit und Behinderung – all das seien Anlässe wo Menschen die Hilfe des Diakonischen Werkes in Anspruch nehmen.

Mit seinen fachkompetenten Beraterinnen und Beratern für die Bereiche Schwangerschaft, Migration, Demenz, Psychische Erkrankung, Lebensfragen, Partnerschaft und Kurberatung leiste das Diakonische Werk einen wichtigen Dienst für die Menschen des Odenwaldkreises

Braner-Möhl stellte die Angebote der Diakonie der Fachberatung Demenz vor: Beratung und Unterstützung für Angehörige, Hilfe bei der Antragstellung für Leistungen der Pflegeversicherung, Betreuungsgruppen für an Demenz erkrankte Menschen, Vermittlung von Entlastungsangeboten, Hilfe zur Selbsthilfe – das seien Bereiche bei denen die Diakonie Hilfe leisten könne.

Beim Mittagessen konnten sich die Betreuer mit den Mitarbeitern austauschen.

Im Anschluss stellte die Leiterin des Wohnprojektes Heike Eutemüller, das Betreute Wohnen als psychosoziale Begleitung zur stabilisierenden Unterstützung im Alltag in Rimhorn vor. Mit seinen 6 Einzelappartements mit Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftswohnzimmer, zwei 2er Wohngemeinschaften, einer 3er Wohngemeinschaft und einer 2er Außen-Wohngemeinschaft in Rimhorn, einer 4er und einer 3er Außen-Wohngemeinschaft in Bad König habe das Diakonische Werk Wohnraum für 22 Menschen mit seelischer Erkrankung zur Verfügung. Das Diakonische Werk begleite 107 Menschen mit seelischer Erkrankung und 13 Körperbehinderte in der eigenen Wohnung der Unterstützungsbedürftigen im gesamten Odenwaldkreis.

Bei Kaffee und Kuchen zeigte Eutemüller die Unterstützungsmöglichkeiten des Betreuten Wohnens auf. „Wir assistieren Klienten dabei, im Wohnprojekt oder in ihrer eigenen angemieteten Wohnung zu leben.“ Neben der Haushaltsführung, Geldeinteilung und Gesundheitssorge gehören viele Freizeit- und Gruppenangebote zu den Leistungen des Betreuten Wohnens „schließlich soll selbständig leben Spaß machen.“

Aufgrund der Eindrücke ergaben sich im Austausch viele neue Anregungen für ehrenamtliches Engagement.

 

Quelle: Heinz Jöst, Caritas Zentrum Erbach