Diakonie – der soziale Dienst der evangelischen Kirchen

Sexualpädagogik

geburt

 

Informationen, Terminvereinbarung und Beratung:
Anja Schiebel (0 60 61) 96 50-117

 

 

 

Liebe, Sex und 1000 Fragen

Ein sexualpädagogisches Angebot des Diakonischen Werkes Odenwald und der AIDS-Beratung im Odenwaldkreis

  • Warum Sexualpädagogik?
    In der Phase der Pubertät und des Erwachsenwerdens sind Jugendliche mit vielen wesentlichen und brennenden Fragen beschäftigt und suchen nach einer – nicht zuletzt sexuellen – Orientierung für ihr Leben.Nach wie vor gestaltet es sich überwiegend schwierig, diese “heißen” Themen offen zu kommunizieren. Tabus, Peinlichkeitsgefühl und Gruppendruck verhindern, dass Gefühle, Fragen und Unsicherheiten zur Sprache kommen.Nach wie vor kommt es zu “Verhütungspannen”, zu ungewollten Schwangerschaften, zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr und damit zur Gefahr einer HIV-Infektion.
    Nach wie vor kommt es zu Missachtung eigener Grenzen und der Grenzen anderer, führt mangelnde Kommunikation zu grundlegenden Missverständnissen.
    Häufig sind Jugendliche nur oberflächlich “aufgeklärt”, es herrscht Unsicherheit über die Vorgänge im eigenen (und im fremden) Körper und über die eigenen Bedürfnisse. Oft ist es schwer, den eigenen Körper liebevoll anzunehmen und mit sich selber rücksichtsvoll umzugehen.
  • Ziel in diesem Unterrichtsprojekt ist……über bestimmte Themen ausführlich nachzudenken und zu reden
    …die eigenen körperlichen und emotionalen Bedürfnisse besser wahrzunehmen
    …unbewusste Geschlechtsrollenzuschreibungen zu hinterfragen
    …Informationen zu vermitteln
    …Selbstsicherheit zu fördernWir arbeiten mit Gespräch, Einzel- und Gruppenarbeit, Soziometrie und verschie­denen themenbezogenen methodi­schen Ansätzen.
    Damit ergänzen wir Ihre Unterrichtseinheit und unterstützen Sie in Ihrer pädagogischen Arbeit.Wir bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit persönlichen Themen ohne Bewertungsdruck intensiv auseinanderzusetzen.
    Weiterhin bieten wir themenspezifische Elternabende und Fortbildungen für Lehrkräfte an.
  • Folgende Themenschwerpunkte stehen zur Wahl:
    • Körper, Sexualität, Verhütung
    • Pubertät, körperliche Veränderung
    • Liebe, Freundschaft, Partnerschaft
    • …den sie wissen, was sie tun?
      Schwangerschaft und
      Schwangerschaftskonflikt
    • Typisch Mädchen – typisch Junge
    • von Rollen- und anderen Klischees
    • Sexualisierte und sexuelle Gewalt
    • Sexuelle Identität und Orientierung
    • HIV und Aids
    • Projekt “Babybedenkzeit®
      Elternpraktikum
  • Kosten:
    Die Veranstaltungen kosten pro Gruppe 60 €
  • Themen:
    Spezielle Themen stimmen wir auf Wunsch gerne mit Ihnen ab.
  • Zeitrahmen:
    Min. 1 Doppelstunde, Projekttage, Projektwochen, nach Absprache
  • Alter:
    10 bis 21 Jahre ab dem 4. Schuljahr.
    Die Veranstaltungen können sowohl in Ihren Räumlichkeiten stattfinden als auch in denen des Diakonischen Werkes in Michelstadt
    Flyer_LiebeSexund1000Fragen

Sexualerziehung in der Grundschule

  • Warum Sexualpädagogik?
    Sexualerziehung im 4. Schuljahr baut auf die Themen der Grundschule

    • “ich bin ich”
    • Sinneswahrnehmung und
    • Kommunikation/Konflikttraining

    auf.
    Bis zum 11. Lebensjahr haben Jungen und Mädchen bereits einen großen Erfahrungsschatz an sexuellem Vorwissen.
    Sie zeigen sexualisiertes Verhalten, verfügen über ein breites sexualisiertes Vokabular, sind mit deutlichen Rollenklischees konfrontiert, haben die ersten Verliebtheits-Erfahrungen und sind zunehmend von den ersten körperlichen Veränderungen der bevorstehenden Pubertät betroffen

    Und sie treffen zunehmend auf Erwachsene, die diesen Entwicklungen und der kindlichen Neugier verunsichert begegnen.

  • Kinder haben viele Fragen.
    Sie wollen mit ihren Fragen ernst genommen werden. Sie haben ein eigenes Schamempfinden und wollen herausfinden, wo – auch bei diesem Thema – die Grenzen sind.
  • Wir wollen, dass Kinder
    • eine starke, positive (sexuelle) Identität und ein gutes Selbstbewusstsein entwickeln
    • sich und ihren Körper kennen und annehmen lernen und üben, eigene Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und zu kommunizieren
    • sich gegen Grenzverletzungen zur Wehr setzen lernen
  • Fragen von Kindern im 4. Schuljahr (u.a.):
    • Ist Sex haben schön?
    • Wieso muss man das zu zweit machen?
    • Wieso gibt es Unterschiede bei Jungen und Mädchen?
    • Warum kriegt man seine Tage?
    • Verhindert die Pille Krankheiten oder verhindert sie nur das Kinderkriegen?
    • Warum sind in Zeitschriften immer solche Texte drin?
    • Kann man mit seiner Schwester Kinder kriegen?
    • Tut eine Geburt weh?
  • Wir bieten kompakte und methodisch aufgebaute Unterrichtseinheiten zu den Themen:
    • Was geschieht mit mir? – Körperliche und emotionale Entwicklung in der Pubertät
    • “Typisch Mädchen, typisch Junge”
    • “Ich bin ich”
    • Manchmal ist NEIN-Sagen wichtig, “gute Gefühle – schlechte Gefühle”
    • Verliebtheit und andere Gefühle
    • eine Sprache finden für sexuelle Themen
  • Informationsveranstaltungen und Elternabende zu den Themen:
    • Was geschieht mit meinem Kind? – körperliche und emotionale Veränderungen in der (Vor-) Pubertät
    • Wie und über was spreche ich mit meinem Kind?
    • Wie kann ich mein Kind in seiner individuellen Entwicklung stärken und schützen?
  • Fortbildungen für Lehrkräfte und pädagogisch Tätige
    • Themen nach Vereinbarung
  • Kosten:
    Die Veranstaltungen kosten pro Gruppe 60 €
  • Themenauswahl:
    Spezielle Themenschwerpunkte stimmen wir auf Wunsch gerne mit Ihnen ab.
  • Zeitrahmen:
    2 bis 3 Unterrichtsblöcke à 3 Schulstunden, einzelne Projekttage, Projektwochen
  • Veranstaltungsort:
    In der Schule oder in den Räumen des Diakonischen Werkes in Michelstadt
  • Ansprechpartnerin:
    Anja Scheibel – Dipl. Sozialpädagogin, SexualpädagoginSexpäd_Flyer

 

Projekt Babybedenkzeit/ Elternpraktikum ®

Das Projekt „Baby-Bedenkzeit“ entstand aus Überlegungen, wie ungewollten Teenagerschwangerschaften, öffentlich gewordenen Kindesvernachlässigungen und –misshandlungen begegnet werden kann.

Warum werden junge Mädchen schwanger? Ist unzureichende Aufklärung über Empfängnisverhütung die Ursache? Jugendliche, vielfach Mädchen, äußern vermehrt einen Kinderwunsch. Dahinter kann die Sehnsucht nach einer eigenen Familie, nach Selbständigkeit oder die Vorstellung, einen Ausweg aus schulischen oder familiären Konflikten zu finden, stehen. Unter diesem Aspekt sind Teenagerschwangerschaften häufig „gewünschte Unfälle“. Mädchen wählen die legitime Rolle als Mutter und müssen sich so nicht mit der Verantwortung für die eigene Zukunft auseinander setzen.

Wie können wir diesen Wünschen und Vorstellungen begegnen?

Mit dem mehrtägigen Projekt „Baby-Bedenkzeitã“, bei dem lebensechte Baby-Simulatoren im Einsatz sind, wollen wir Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit geben, sich so realistisch wie möglich mit den vielseitigen Aspekten und Anforderungen des Eltern-Seins auseinanderzusetzen. Wir möchten die TeilnehmerInnen zu einer aktiven Lebensplanung anregen und dabei die Fähigkeit fördern, (verantwortungs-)bewusste Entscheidungen zu treffen. Junge Menschen können eine Ahnung davon bekommen, was in welcher Reihenfolge für sie persönlich sinnvoll und wichtig ist.

Während des Projektes ‚versorgen’ die TeilnehmerInnen (TN) ihre Babysimulatoren Tag und Nacht und möglichst in allen Alltagssituationen. Die programmierten Tagesabläufe sind denen echter Babys nachempfunden. Schreit das Baby, müssen sie herausfinden, was es braucht: Füttern, in den Armen wiegen, Aufstoßen oder Windelwechsel.

‚Das Baby’ kann auch zufrieden glucksen, husten und manchmal ist es einfach nörgelig. Wird es grob behandelt, sein Kopf nicht gestützt oder liegt es in einer Lage, die es nicht mag, schreit es.

Ein eingebauter Chip ermöglicht die differenzierte Auswertung der Versorgung am Ende des Projektes.

Die Jugendlichen erfahren dabei die vielfältigen physischen, psychischen, sozialen und auch finanziellen Anforderungen der Elternschaft. Hierbei sind sie nicht auf sich allein gestellt, sondern werden intensiv sozialpädagogisch vorbereitet und begleitet, um aufkommende Themen und  Fragen bearbeiten und Überforderungssituationen adäquat begegnen zu können.

Wir bieten dabei nach Absprache mit Ihnen und den TeilnehmerInnen unterschiedliche Themenschwerpunkte wie Zukunftswünsche und Lebensplanung, Vorstellung von Partnerschaft und Rollenverteilung (auch im Vergleich unterschiedlicher Kulturen), Erziehungsziele und Kleinkindpädagogik, kindliche Entwicklung sowie Babypflege, Gesundheit und Sicherheit an.

Das Projekt dauert 4 Tage und wird von einer Fachkraft angeleitet und begleitet.

Gerne führen wir das Projekt auch in ihrer Einrichtung durch.

Folgende Kosten werden in Rechnung gestellt:

300,-     Pauschale der Institution
10,-        pro Kopf TeilnehmerInnenbeitrag mindestens 8 TN (80,-), max. 16 (160,-)

Hierin enthalten sind:

  • Projektleitung      und Durchführung
  • Einsatz      aller 10 Babysimulatoren
  • TeilnehmerInnenbeitrag
  • Materialkosten
  • Sämtliche      Fahrtkosten für mich und eventuell beteiligte KollegInnen des Diakonischen Werkes

Sie stellen zur Verfügung:

  • Klassenraum
  • Die Schülerinnen sind für die Dauer des Projektes vom Unterricht und von Klassenarbeiten freigestellt.